pva drucken

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Dieses Filament sollte nur von jemanden benutzt werden, der schon Erfahrungen im 3D Druck hat. Ich raten ihnen dringendst davon ab dieses Material zu benutzen bevor Sie nicht die Grundlagen des 3D Druckens beherrschen. PVA Filament ist wasserlöslich und haftet gut an verschiedenen Plastiksorten. Wegen diesen Eigenschaften ist es ein exzellentes Stützmaterial für duales 3D Drucken. Es eröffnet sich ihnen damit eine weitere Dimension des 3D-Drucks.

Ich empfehlen für dieses Material eine Extrudertemperatur von 200°C und eine Druckunterlagen-Temperatur von 60°C.

Polyvinylalkohol (PVA oder PVOH)

ein thermoplastischer Kunststoff, der als weißes bis gelbliches Pulver meistens durch Verseifung (Hydrolyse) von Polyvinylacetat (PVAC) hergestellt wird. PVA ist wasserlöslich und eignet sich daher gut als Supportmaterial für den 3D Druck.

Polyvinylalkohol ist hervorragend schichtbildend, emulgierend und adhäsiv. Dies sind allesamt sehr gute Eigenschaften, um als Supportmaterial für andere Kunststoffe zu dienen. Es besitzt eine hohe Zugfestigkeit und Flexibilität. Diese Eigenschaften sind allerdings abhängig von der Luftfeuchtigkeit, da der Kunststoff dazu neigt, Wasser zu absorbieren. Wasser wirkt auf PVA als Weichmacher, was genauer bedeutet, dass PVA bei hoher Luftfeuchtigkeit an Zugfestigkeit verliert, allerdings an Elastizität gewinnt. Zudem ist PVA wasserlöslich, was den Stoff – wie bereits erwähnt – zu einem oft genutzten Supportmaterial macht. Es ist beständig gegenüber Ölen, Fetten und organischen Lösungsmitteln. Der Schmelzpunkt liegt bei 230 °C, die Glasübergangstemperatur bei 85 °C für vollständig hydrolysierte Formen. PVA ist in seiner Reinform weiß und geruchslos

Verarbeitung

Da PVA stark dazu neigt Wasser zu ziehen, sollte das Material stets trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Die Druckeigenschaften sind an sich sehr gut. PVA, das bereits Wasser gezogen hat, sollte vor dem Drucken getrocknet werden, da das 3D Druck Unterfangen sonst ziemlich schnell frustrierend werden kann. Wir haben gute Erfahrungen mit einer Temperatureinstellung von knapp 190 Grad gemacht. Ein Dual Extruder ist, wie bei der Verwendung von allen Supportmaterialien, auch bei PVA ein Muss um einen guten Druck zu realisieren.

Nachbearbeitung

Das ausgedruckte Objekt mit der PVA Stützstruktur in ein Wasserbad geben und abwarten, bis sich das PVA komplett gelöst hat. PVA gilt als nicht toxisch, riecht kaum und ist damit in seiner Anwendung als Supportmaterial weitaus einfacher als beispielsweise die Kombination aus HIPS und Limonene.

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